Wie wird man Kieferorthopäde?
Nach erfolgreich abgeschlossener Universitätszeit und Approbation absolvieren die künftigen Kieferorthopäden ein Jahr als Allgemeinzahnarzt. Damit sollen Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Studium vertieft werden, insbesondere in den Fachbereichen vorbeugende (präventive) Zahnheilkunde, Parodontologie, Kinderzahnheilkunde, zahnärztliche Chirurgie, Zahnerhaltung und Prothetik sowie Notfallmedizin.
Danach kann die dreijährige fachspezifische Weiterbildung starten. Mindestens zwei Jahre davon müssen an derselben Weiterbildungsstätte abgeleistet werden. Ist die abschließende Prüfung bestanden, dürfen die Zahnärzte den Titel "Kieferorthopäde", "Zahnarzt für Kieferorthopädie" oder "Fachzahnarzt für Kieferorthopädie" führen. Das variiert je nach Bezirk der zuständigen Landeszahnärztekammer, ebenso wie die genauen Regularien und Inhalte der Weiterbildungsordnungen. (weitere Infos)
Beispielsweise muss in den meisten Kammerbezirken mindestens ein Jahr an einer dazu berechtigten Universitätsklinik absolviert werden. In Bayern erfolgt seit 2004 dieser Teil der zahnärztlichen Weiterbildung in dualer Form (Curriculum und praktische Tätigkeit). Das Klinikjahr entfällt. Das Curriculum wurde in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Universitäten gestaltet und umfasst mindestens 1.200 Stunden klinischer Weiterbildung. (weitere Infos)